| Kurzanleitung zu logrotate | Stand: 03. November 2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Allgemeineslogrotate ist ein Werkzeug um Log-Dateien zu verwalten. Wenn Log-Dateien keine Beachtung geschenkt wird, so können sie wachsen und wachsen und wachsen ... Das Ende vom Lied ist dann eine volle Festplatte. Auch das Durchsuchen von großen Log-Dateien nimmt einige Zeit in Anspruch. Um dass zu Verhindern und Platz auf der Festplatte zu sparen, ist logrotate entwickelt worden. Mit logrotate kann man Log-Dateien ab einer bestimmten Größe und/oder täglich | wöchentlich | monatlich rotieren lassen.Funktionsweiselogrotate wird üblicherweise über cron gestartet.logrotate schaut zunächst in die Konfiguratiosdatei /etc/logrotate.conf. In dieser Datei sind die globalen Einstellungen hinterlegt. Normalerweise gibt es in dieser Datei auch einen Eintrag, der logrotate anweißt, Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/logrotate.d/ ebenfalls zu beachten. Anschließend wird die Datei /var/lib/logrotate.status gelesen. Dort sind Informationen hinterlegt, wann eine Datei zum letzten Mal bearbeitet wurde. Beim ersten Aufruf wird diese Datei angelegt und alle zu bearbeitenden Log-Dateien erhalten das aktuelle Datum als letzten Bearbeitungszeitpunkt. Das bedeutet, daß alle Versuche, eine Log-Datei zu rotieren, an diesem Tage fehlschlagen. Um die Funktion erstmalig zu testen, muß das Datum der einzelnen Log-Dateien in der Statusdatei /var/lib/logrotate.status geändert oder die Option -f benutzt werden.Die verwendeten DateienDie Programmdatei logrotatelogrotate kann mit verschiedenen Optionen aufgerufen werden:Aufruf: logrotate [-dv] [-f|--force] [-s|--state
{Status-File}] {Konfigurationsdatei}
Die Konfigurationsdatei /etc/logrotate.confDas ist die Konfigurationsdatei für die globalen Einstellungen. Diese Einstellungen können durch lokale Einstellungen jederzeit überschrieben werden.Lokale Definitionen beziehen sich in der Regel auf bestimmte Log-Dateien während die globalen Definitionen für alle Dateien gelten. Der Aufbau dieser Definitionen wird zunächst an einer Beispielkonfiguration erläutert:
Die oben aufgeführte Definition für die Log-Datei /var/log/wtmp kann auch in einer seperaten Datei im include - Verzeichnis (hier /etc/logrotate.d/) abgelegt werden. Der Name dieser Datei könnte wtmp lauten (was Sinn macht), aber auch meier, mueller oder schultze wäre möglich. Der Aufbau dieser Datei würde dann so aussehen:
Durch die Verwendung des include - Verzeichnis (hier /etc/logrotate.d/) habe ich die Möglichkeit, für jede Applikation oder Log-Datei eine eigene Konfiguration mit sprechendem Dateinamen zu hinterlegen. Dadurch bleibt die Konfiguration übersichtlich. Die einzelnen Konfigurationsparameter.
Beispielkonfiguration mit nachfolgender Erläuterung/etc/logrotate.conf
In /etc/logrotate.conf wird global definiert, daß...
Im Verzeichnis /etc/logrotate.d liegt die Datei httpd mit folgendem Inhalt: /etc/logrotate.d/httpd
In dieser Datei wird nun konfiguriert, daß ...
SchlußwortIm wesentlichen Handelt es sich bei diesem Dokument um eine Übersetzung der MAN-Pages zu logrotate und soll als Einführung in das Thema dienen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bin bei Datenverlust nicht dafür verantwortlich. Die Nutzung dieses Dokumentes geschieht auf eigene Gefahr. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © Michael Engemann | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||